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    Der perfekte Wintersnack: Maronen

    Profilbild Julia Schächtele
    14.12.2018
    Kalte Hände, eisige Stimmung, leerer Magen – der Winter kann hart sein. Muss er aber nicht: Wie wäre es mit einem kleinen Zaubermittel, das dich wärmt, mit leckerem Aroma beglückt und dazu noch gesund ist? Darf ich vorstellen: Die Esskastanie, aka Maroni.

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    Heiße Maronen, frisch vom Weihnachtsmarkt – ein klassischer Wintersnack, den du bestimmt kennst. Die Kastanien sind allerdings noch viel mehr als bloß eine kleine Zwischenmahlzeit: Sie begleiten dein Festessen, spenden dir wohltuende Nährstoffe und sorgen schon für Action, bevor sie überhaupt in deiner Küche sind. Wie, wo, was? Hier erfährst du es.

    Vom Arme-Leute-Essen zur Sterneküche

    Maronen sind eine Delikatesse, keine Frage. Doch das war nicht immer so, es ist kaum zu glauben, welchen Imagewandel die Esskastanien durchgemacht haben: Früher galten sie als Arme-Leute-Essen, die kleinen Nüsse waren ein Grundnahrungsmittel, das dank seines hohen Stärkegehalts wunderbar sättigte. Heute sind sie im Sternerestaurant genauso zu Hause wie auf dem winterlichen Markt oder in der WG-Küche.

    Esskastanie und Marone: Ein kleiner Unterschied

    Maronen, Maroni, Esskastanien – die Begriffe sorgen gelegentlich für Verwirrung. Viele Menschen kennen die kleinen Differenzen der beiden Nüsse nicht und benutzen die Begriffe „Esskastanie“ und „Marone“ synonym. Die Süddeutschen, Schweizer und Österreicher sprechen außerdem von „Maroni“. Das ist nicht weiter schlimm, denn: Sowohl Esskastanien als auch Maronen bzw. Maroni sind genießbar, lecker und werden in der Küche genau gleich zubereitet. Wir sprechen in diesem Artikel deshalb von Maronen und Esskastanien gleichzeitig.

    Wer genau hinguckt, erkennt dennoch die Unterschiede: Die Nüsse der Esskastanien sind groß und rund im Vergleich zu den Maronen, welche kleiner und kantiger sind und an einer Seite spitz zulaufen. Deren Farbe ist außerdem eher rotbraun. Die Esskastanie ist die ursprüngliche Form, die Maronen hingegen sind eine neuere Züchtung der Esskastanie. Geschmacklich sind die Neuen überlegen: Maronen sind aromatischer, enthalten mehr Stärke und sind daher beliebter.

    Maronen: Die fettarmen Nüsse

    Maronen sind nicht nur beliebt, sondern auch äußerst empfehlenswert. Sie zählen zu den Nüssen, sind mit 2 % Fett allerdings viel fettärmer als Erd- oder Walnuss, die bestehen bis zu 60 % aus Fett. Maronen dagegen enthalten etwa 40 % Stärke, die durch Hitze karamellisiert – dann entsteht der süße Geschmack. Fast die Hälfte der Maronen besteht aus Wasser. Mit einer 100-Gramm-Portion deckst du etwa ein Viertel deines Bedarfs an Ballaststoffen und ein Zehntel deiner täglichen Ration an Eisen, Kalium, Phosphor und Magnesium.

    Frische Maronen gibt es im Supermarkt zwischen September und März. Wer auch im Sommer nicht auf den herben Geschmack verzichten mag, kann auf Konserven oder vakuumierte, vorgekochte Ware umsteigen. Dass Maronen inzwischen nichts mehr für arme Leute sind, zeigt sich auch am Preis – der ist meist ziemlich hoch. Wie praktisch, dass in diesem Fall tatsächlich das Gute vom Himmel fällt: An vielen Orten kannst du die Nüsse einfach unter den Bäumen aufsammeln.

    Umsonst & draußen: Maronen selbst sammeln

    Die Esskastanie und die Marone wachsen in ganz Europa, auch in Deutschland. Du findest sie am Waldrand, an Feldwegen oder sogar im Park. An schönen Herbsttagen kannst du daraus einen tollen Sonntagsausflug machen – Kinder sammeln meistens noch lieber.

    Bei Sammeln gibt’s nur eine wichtige Info: Esskastanien und Maronen sind essbar, die in Deutschland viel häufigeren Rosskastanien hingegen giftig. Aber keine Panik, die beiden Bäume sind ganz leicht zu unterscheiden: Die Rosskastanie blüht in großer, weißer oder roter Pracht, die Blüte der Esskastanie hingegen ist kaum sichtbar, grün-weiß, klein – einfach unscheinbar. Die Blätter beider Bäume sind länglich, aber verschieden angeordnet: Bei der Rosskastanie ist ein Blatt in mehrere, längliche Segmente unterteilt, das erinnert an die Form einer Hand. Bei der Esskastanie hängen die Blätter alle einzeln am Ast.

    Wenn die Kastanien reif sind, fallen sie vom Baum – samt einer stacheligen Hülle. Die Stacheln der Rosskastanie sind klein und einzeln, sie erinnern an Dornen. Auf der Esskastanie hingegen sind sehr viele Stacheln, die mehrere Zentimeter lang sind, ein bisschen wie bei einem Seeigel.

    Maronen in der Schale Stachelig und rund: Die Schale der Esskastanie erinnert stark an einen Seeigel. Foto: TheUjulala (pixabay)

    Maronen in der Küche: Backen oder Kochen?

    Wenn du es bis hierhin geschafft hast, stehst du zu Hause vor der Wahl: Kochen oder backen? Welche Variante du auch wählst, du solltest die harte Schale vorher unbedingt kreuzweise einschneiden – andernfalls droht eine kleine Nuss-Explosion.

    Klassisch kennst du die Maronen vermutlich aus dem Ofen, auch die bekannten Verkäufer vom Weihnachtsmarkt rösten sie dort. Nach etwa 20 Minuten im Ofen bei 200 Grad sind sie schon fertig und bereit, gesnackt zu werden.

    Kleiner Tipp: Damit sie im Ofen nicht austrocknen, kannst du eine Schüssel voll Wasser mit auf‘s Blech stellen.

    Wenn du aus den Maronen eine köstliche Beilage, ein cremiges Süppchen oder ein exquisites Dessert herstellen willst, dann empfehle ich dir, die Nüsse zu kochen – danach lassen sie sich optimal verarbeiten. Dazu die Nüsse einfach in Wasser kochen, wenn’s deftig werden soll in Salzwasser. Fünf Minuten sollten reichen.

    Maronen sind ein wahrhafter Super-Snack: Schnell zubereitet, extrem lecker und dazu wesentlich gesünder als Chips oder Schokolade. Wenn du das Aroma magst, lohnt es sich mit den Nüssen ein wenig zu experimentieren – dann öffnet sich dir eine ganze Palette an Gourmet-Gerichten: Süßes Mousse, Kekse und Kuchen werden dank Maronen zu etwas ganz besonderem. Wer Herzhaftes mag, kommt ebenso auf seine Kosten: Der Klassiker ist das feine Süppchen. Aber auch in der Gemüsepfanne, als Beilage zu Pasta oder Kartoffeln machen sich die Nüsse bestens. Oder wie wäre es etwa mit einem Maronen-Püree? Die ausgefallene Zutat passt auch herrlich zu besonderen Anlässen: Manch einer füllt damit seine Weihnachtsgans oder reicht das Mousse als Beilage zum weihnachtlichen Seitanschnitzel.

    Noch mehr Inspiration findest du hier:

    Maronenbraten

    Maronenbraten Fleischlos festlich: Der Maronenbraten beeindruckt sicher deine Gäste, ohne schwer im Magen zu liegen. Foto: SevenCooks

    Maronen-Steinpilze-Petersilie Aufstrich

    Maronen-Steinpilze-Petersilie Aufstrich Im Winter der perfekte Belag für dein Brot: Unser lieblich-herber Maronen-Steinpilze-Petersilie Aufstrich. Foto: Wolfgang Schardt

    Maronilasagne

    Maronilasagne Lasse dich von der außergewöhnlichen Kombination nicht abschrecken, süße Schoko und herbe Maronen ergänzen sich toll zu einem leckeren Dessert – wie dieser Maronilasagne – für die kalte Jahreszeit. Foto: NeunZehn Verlag

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    Titelbild: HolgersFotografie (pixabay)

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