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Ein Frühstücksteller mit Bohnen und Ei-Toast, im Hintergrund eine Tasse Kaffee

Faktencheck: Wie wichtig ist das Frühstück?

08.04.2018
Die einen sagen: Frühstücke wie ein Kaiser. Die anderen: Lass die erste Mahlzeit des Tages ausfallen. Was stimmt denn nun? Wir haben nachgeforscht.

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Wenn es um die erste Mahlzeit des Tages geht, prallen zahlreiche Thesen, individuelle Vorlieben und persönliche Meinungen aufeinander. Vermutlich kennst du Aussagen wie „Frühstücken wie ein Kaiser“. Oder hast dich vielleicht schon mal gefragt, ob das Frühstück wirklich die wichtigste Mahlzeit des Tages ist.

Wir haben für dich hinter die Kulissen der Frühstücksmythen geschaut und präsentieren dir unseren Faktencheck: Während einige Thesen unbegründete Laienäußerungen sind, machen andere Empfehlungen durchaus Sinn.

Frühstücken wie ein Kaiser – stimmt das?

Vielen von uns wurde schon in den Kinderschuhen ans Herz gelegt, dass der stressige Alltag mit all seinen Herausforderungen nur dann gelingen kann, wenn der Morgen mit einem üppigen Frühstück begrüßt wird.

Schaut man allerdings über den Tellerrand in so manche Müslischale, tummeln sich dort überzuckerte Cerealien, die mit einem vollwertigen Frühstück nichts zu tun haben. Um zumindest den Anschein zu erwecken, dem Konsumenten etwas Gutes zu tun, werden die kalorienreichen Flakes vor dem Abfüllen in die Plastiktüte mit künstlichen Vitaminen „veredelt“.

Allerdings können auch die untergemixten B-Vitamine nichts daran ändern, dass die Stärke von Schoko-Pops und Zimtkissen in unserem Körper zunächst in Zucker und dann in Hüftgold umgewandelt werden.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht liefert so ein Frühstück – oder ein helles Weizenbrötchen mit Schokocreme oder Konfitüre – allenfalls leere Energie.

Im direkten Vergleich mit den gesundheitlichen Vorteilen, die ein bewusster morgendlicher Verzicht bedeuten kann, würde dieses „industrialisierte“ Frühstück - im Vergleich mit dem Ernährungstrend Intervallfasten – auf ganzer Linie verlieren.

Es geht keinesfalls darum, die erste Mahlzeit des Tages zu verteufeln, aber wer wie ein Kaiser frühstücken möchte, sollte die Zutaten genauer unter die Lupe nehmen und seinem Körper naturbelassene Energie aus Vollkorn-Flakes, Obst und Co. - auf Wunsch als Exotisches Vollkorn-Müsli - gönnen. (Darüber freut sich dein Körper: Gesünder Frühstücken: 3 einfache Tipps)

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Frühstück & Übergewicht – Ein unterschätztes Duo

Selbst Ernährungsexperten waren lange Zeit davon überzeugt, wie wichtig eine regelmäßige Nahrungsaufnahme ist – in Form von drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten. Heute zeigt sich ein deutlicher Trendwechsel.

In Zeiten von Adipositas und kulinarischem Überfluss setzen moderne Empfehlungen immer öfter auf zwei bis drei Hauptmahlzeiten, die ganz bewusst durch Phasen von mindestens vier Stunden Nahrungskarenz (= Verzicht) durchbrochen werden.

Wer beispielsweise das Frühstück ausfallen lässt und die nächtliche Esspause verlängert, profitiert nicht nur von einer natürlichen Gewichtsreduktion, sondern gönnt seiner Verdauungsfunktion - die nach dem Essen auf Hochtouren läuft – eine Pause.

Untersuchungen des immer beliebteren Intervallfastens decken darüber hinaus weitere positive Effekte für unsere Gesundheit auf – von Anti Aging bis Zellschutz. Beim Intervallfasten werden durch regelmäßigen Nahrungsverzicht gezielt die Energiereserven des Körpers genutzt.

Ohne Frühstück & Snacks zum Wunschgewicht?

Gerade das permanente Snacken gilt heute als entscheidender Faktor, der Übergewicht begünstigt. Wer seinem Körper zwischen den Mahlzeiten keine kulinarische Ruhepause gönnt, feuert die Insulinproduktion an, weil das ständige Essen den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt.

Die unerwünschte Folge, die einem gesunden Wohlfühlgewicht im Wege steht: Der Fettabbau wird gestoppt und dein Hungergefühl sogar noch gefördert.

Wer seine wenigen Hauptmahlzeiten hingegen gezielt aus sättigenden Ballaststoffen und Proteinen zusammensetzt, leidet seltener an Heißhunger, als Personen, die eine Unterzuckerung befürchten und stündlich snacken. Somit ist eine weitere These widerlegt.

Experten-Tipp: Sowohl Eiweiß als auch Ballaststoffe aus Vollkorn, Pseudogetreide und Hülsenfrüchten entfalten nach dem Genuss regulierende Effekte auf unseren Blutzuckerspiegel und halten die Insulinausschüttung in Schacht.

Und genau hier setzt auch die Empfehlung des Intervallfastens an, das Frühstück mit gutem Gewissen ausfallen zu lassen und nur zwei Hauptmahlzeiten – Mittag und Abendessen – zu genießen. Dadurch kann die Fastenphase der Nacht gezielt verlängert und Blutzuckerschwankungen vorgebeugt werden.

Ernährungstrend Intervallfasten – Sinn oder Unsinn?

Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist es heute tatsächlich kontraproduktiv, zu viele Mahlzeiten aufzunehmen. Zumindest wenn man abnehmen oder ein gesundes Körpergewicht halten möchte.

Viele Menschen betonen allerdings, dass ihnen ohne Frühstück die nötige Energie für die erste Etappe des Tages fehlt. Doch genau wie bei unseren Vorfahren, die sehr unregelmäßig Zugriff auf Nahrung hatten, kann unser Körper ausreichend Energie aus den Reserven mobilisieren, um gut in den Tag zu starten.

Oft steckt hinter dem Appetit am Morgen nur die Gewohnheit, direkt nach dem Aufstehen ins Marmeladenbrötchen zu beißen. Dabei sorgt gerade der Mix aus klassischem Weizenbrötchen und Marmelade dafür, schnell wieder ein Hungergefühl zu entwickeln, da nicht nur der süße Aufstrich sondern auch die Stärke des Brötchens im Körper direkt in Zucker umgewandelt wird.

Die Folge: Die anschließende Insulinausschüttung führt nach kurzer Zeit wieder zu Hunger, obwohl du gerade gefrühstückt hast.

Die Behauptung, dass gerade der Verzicht aufs Frühstück Heißhunger begünstigt, kann an dieser Stelle also entkräftet werden.

Wer sich ohne Frühstück tatsächlich schlapp fühlt, sollte lieber in eine Vollkornstulle mit Frischkäse, Schnittlauch, und Apfel- bzw. Radieschenscheiben beißen – so gibt er seinem Körper ein gesundes Duo aus Ballaststoffen und Proteinen mit auf den Weg.

Je nach deinem individuellen Bauchgefühl würde ich dir entsprechend empfehlen, entweder vollwertig, zucker- und stärkearm zu frühstücken oder in Vorfreude - bei einem heiß aufgebrühten Tee - auf ein facettenreich zusammengestelltes Mittagessen zu schwelgen.

Mittagessen ist das neue Frühstück

Du möchtest das Intervallfasten mal ausprobieren, um zu schauen, ob dein Wohlbefinden davon profitieren kann? Ich würde dir empfehlen, ein paar Tage zu testen, wie dein Körper darauf reagiert, wenn du die Phase bis zum Mittag bewusst auf Nahrung verzichtest.

Wichtig ist, dass du ausreichend Flüssigkeit ohne Zucker aufnimmst – auf Wunsch in Form von Kräuter- oder Früchtetee und Mineralwasser. (Wie wär’s mit Ingwer-Zitronen-Tee?)

Du kannst dein „Frühstück“ auch ohne feste Nahrung als morgendliches Ritual bei Kerzenschein genießen, um erstmal richtig wach zu werden. Erfreu dich an den natürlichen Aromen von frisch aufgebrühter Zitronenmelisse, Minze und Co. Probiere unseren Thymia-Salbei-Tee mal ohne Agavendicksaft.

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Auch schwarzer Kaffee oder grüner bzw. schwarzer Tee in Maßen sind vollkommen okay. Werden diese beliebten Heißgetränke ohne tierisches Protein in Form von Milchprodukten getrunken, intensivieren sie übrigens die zellschützenden Effekte des Fastens.

Nach einer anfänglichen Gewöhnungsphase berichten viele, dass sie sich letztendlich wohler und aktiver fühlen, wenn sie bewusst auf das Frühstück verzichten.

Sollen Kinder aufs Frühstück verzichten?

Während das morgendliche Fasten immer mehr Anhänger findet, sollten Kinder - aufgrund von Wachstumsphasen und einem umfassenden Repertoire an Lernstoff – hingegen ein ausgewogenes und nährstoffreiches Frühstück genießen. Gleiches gilt für Personen, die schwer körperlich arbeiten, und für Leistungssportler.

Fazit: Die wichtigsten Regeln für ein gesundes Frühstück

Die wichtigste Empfehlung lautet, dass individuelle Aspekte und dein Bauchgefühl die besten Berater sind, wenn es um die Frage geht: Soll ich den Tag mit einem Frühstück beginnen oder bis zum Mittag fasten? Es gibt dabei keine strikten Regeln und du kannst jeden Morgen aufs Neue in dich hineinhören, was dein Körper verlangt.

Unabhängig davon, ob Frühstück oder Mittagessen die erste Mahlzeit des Tages bildet, sollte der Fokus auf Qualität liegen. Dabei spielt Pflanzenkost - mit all ihrem gesundheitlichen Potential – die Hauptrolle, die nach Herzenslust mit genussvollen Highlights vollendet werden kann.

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Wirf doch mal einen Blick in unsere Rezeptsammlungen zum Thema Frühstück – da ist für jeden was dabei.

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Foto: Julia Jagtenberg/Pexels, Ulrike Schmid und Sabine Mader/Markus Voll, SevenCooks

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