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In diesem Artikel erfährst du, welche 5 Pilzarten direkt vor deiner Haustüre wachsen

5 Pilze, die direkt vor deiner Haustüre wachsen

FloCooks vom SevenCooks Team
03.09.2018
Pilzesammeln erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Doch der Start in das neue Hobby ist oftmals nicht leicht, da es eine Vielzahl verschiedener Pilze gibt. Wir zeigen dir, welche 5 Pilze du in Deutschland häufig finden kannst.

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Sobald der Sommer seinen Höhepunkt erreicht hat, geht es für viele bereits in Richtung Winter. Doch nicht so schnell. Der Herbst-Blues muss nicht sein und schon gar nicht Trübsal auf dem Sofa, denn auch der Herbst hat seine schönen Seiten: Wie etwa in den bunten Wäldern Pilze zu sammeln.

Gerade das Pilzesammeln wird bei uns immer beliebter und hat sich längst von seinem angestaubten Image, dass das nur was für Omas und Opas ist, gelöst. Immer mehr urbane Sammler zieht es in die Wälder und in die Natur auf die Suche nach Pilzen. Das Rascheln der Blätter im Ohr, den bunten Wald vor Augen, den Geruch von Pilzen in der Nase. Eine Beschreibung, die einen doch sofort nach draußen zieht, um sich auf die Suche nach den "Schwammerln" zu begeben. Und fündig wirst du mit ein bisschen Wissen, wo Pilze gern wachsen, garantiert. Alles was du beim Pilzesammeln wissen solltest, habe ich dir in dem Artikel – Was du beim Pilze sammeln beachten musst – zusammengeschrieben.

Doch welche Pilze finde ich eigentlich im Wald und woran erkenne ich sie? Denn immerhin sind alleine in Mitteleuropa etwa 10.000 Großpilzarten beheimatet.

Damit du weißt, welche Pilzarten du in der Natur finden wirst, habe ich für dich 5 Wildpilze rausgesucht, die in Deutschland häufig vorkommen.

Pfifferlinge

Fangen wir doch gleich einmal mit einem der bekanntesten Pilze an: dem Pfifferling. Seine Hauptsaison ist zwischen Juli und September. Markant für den Pfifferling ist der trichterförmige Hut, den er aber erst ausgewachsen erhält. Ein junger Pfifferling wächst zunächst in einer Halbkugel und öffnet sich mit der Zeit. Mit gerade einmal 18 Kalorien pro 100 Gramm ist er nicht nur kalorienarm, sondern liefert zudem auch viel Eisen, stärkt die Sehkraft und fördert die Verdauung.

Pfifferlinge sind sogenannte Mykorrhizapilze, und gehen daher gerne eine Verbindung zu bestimmten Bäumen ein. Besonders oft sind sie in der Nähe von Laub- und Nadelbäumen, wie Fichten, Kiefern und Rotbuchen, zu finden.

Der Pfifferling kann mit dem sogenannten "Falschen Pfifferling" verwechselt werden. Giftig ist dieser Pilz zwar nicht aber bei einer größeren Menge können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Wer diesen Pilz mit dem Pfifferling verwechselt, sollte die Geschmacksprobe machen. Während der richtige Pfifferling pfefferig-scharf schmeckt und ein festes Fleisch hat, ist der "Falsche Pfifferling" sehr mild und teilweise muffig.

Tipp: Drücke mit zwei Fingern den Hut zusammen, fühlt sich das Fleisch weich und wässrig an, dann die Finger davon lassen.

Pfifferlinge Einer der bekannstesten Speisepilze in Deutschland ist der Pfifferling. Dieser kalorienarme Kandidat passt super zu herbstlichen Salaten oder in ein Pilz-Risotto. Foto: Sandra_M_H (pixabay)

Steinpilze

Der Steinpilz wird auch häufig als König der Pilze bezeichnet, besitzt einen hellgrau bis dunkelbraun gefärbten Hut und hat von Juni bis Oktober Saison. Die jungen Steinpilze besitzen eine kugelige Form und weiße Röhren, die sich mit zunehmendem Alter dunkler färben. Daran sind auch leicht die älteren Exemplare zu erkennen, die du dann am besten stehen lässt. Sein besonders festes „Fleisch“ ist einzigartig und macht den Steinpilz daher auf der ganzen Welt bliebt. Gerade in Italien werden Steinpilze gerne getrocknet und so für das ganze Jahr als „porcini“ haltbar gemacht.

Für den Steinpilz braucht es schon ein geübtes Auge, doch wenn du weißt, wo du ihn findest, sollte das kein Problem für dich sein. Besonders gerne wächst er in der Nähe von Fichten und Kiefern, weshalb er auch Fichten- und Kiefernsteinpilz genannt wird.

Den Steinpilz kannst du mit dem Gallenröhrling verwechseln. Er ist nicht giftig, aber durch seine ausgeprägte Bitterkeit ungenießbar.

Tipp: Um zu testen, ob du einen Gallenröhrling gesammelt hast, hältst du die Zunge an den Pilzhut. Schmeckt es bitter, dann auf keinen Fall essen.

Steinpilz Ein weltweit beliebter Pilz ist der Steinpilz, du kannst ihn in der Nähe von Fichten und Kiefern finden. Foto: khfalk (pixabay)

Maronenröhrling

Oftmals wird der Maronenröhrling mit dem Steinpilz verwechselt, da auch er eine braune Kappe besitzt. Zudem sind beide Pilze unter den gleichen Bäumen (Fichte und Kiefer) zu finden. Unterscheiden kannst du ihn etwa dadurch, dass der Stiel dicker (4-6 Zentimeter) ist, als beim Steinpilz und er dort eine bräunliche Musterung (längliche Streifen) besitzt.

Bei diesem Waldpilz solltest du darauf achten, nicht zu viel von ihm zu essen. Denn die Huthaut speichert das radioaktive Cäsium gut und so sind in manchen Gegenden noch immer die Auswirkungen durch den Reaktorunfall von Tschernobyl zu spüren. Als Faustformel heißt das, nicht mehr als 250 Gramm pro Woche zu essen.

Wie beim Steinpilz, kannst du den Maronenröhrling auch mit dem Gallenröhrling verwechseln.

Maronenröhrling Der Maronenröhrling wird im Volksmund auch Maronenpilz oder Braunkappe genannt und sieht dem Steinpilz zum verwechseln ähnlich. Foto: stux (pixabay)

Speisemorchel

Einen Pilz, den du jetzt nicht mehr finden wirst, ist die Speisemorchel. Denn die Morchel ist einer der wenigen Pilze, die bereits im Frühjahr ihre Saison haben. Besonders in Auwäldern und entlang von Bächen ist die Morchel zu finden und ist durch ihr helles Geflecht unverwechselbar. Je nach Sorte (in Deutschland sind 12 verschiedene beheimatet) und Alter ist dieses Geflecht, welches an einen Schwamm erinnert, rundlich bis eiförmig, graugelb bis dunkelbraun.

Da Morcheln kaum Kohlenhydrate (0,5 Gramm bei 100 Gramm) besitzen, eigenen sie sich ideal für die Low-Carb-Küche. Alle Morchelarten sind genießbar, enthalten allerdings im rohem Zustand ein Gift, das erst durch Garen unschädlich gemacht werden kann.

Auch die Speisemorchel hat einen giftigen Zwilling, der aber eher ein entfernter Verwandter vom Aussehen her ist. Der Frühlingslorchel sieht zwar ähnlich, besitzt aber keinen wabenartig gekammerten Hut. Dadurch ist er doch recht einfach zu unterscheiden.

Speisemorchel Trotz ihres etwas eigenwilligen Aussehens eigent sich die Speisemorchel super zum Verzehr und ist dabei auch noch arm an Kohlenhydraten. Foto: JaStra (pixabay)

Der Gemeine oder Echte Rotfußröhrling

Roter Stiel und gelber Schwamm unter dem Hut: Auf den ersten Blick scheint der Rotfußröhrling ein giftiger Pilz zu sein. Immerhin besitzt er alle Anzeichen, die einen vor dem Verzehr warnen würden. Doch ich kann dich beruhigen, du musst dich von seinem Aussehen nicht abschrecken lassen und kannst beherzt zugreifen. Dabei wirst du überrascht sein, wie vielseitig er zubereitet werden kann. Egal ob als Suppe oder für ein Geschnetzeltes. Mit dem Rotfußröhrling kannst du nichts falsch machen.

Das Beste an dem Pilz ist aber, dass er durch sein markantes Aussehen leicht unterschieden werden kann und du daher keine Angst haben musst, einen giftigen Pilz zu erwischen. Jedoch kann bei dem Pilz, der von Juli bis November hauptsächlich in Nadel- und Laubwäldern anzutreffen ist, falsche Lagerung zu unangenehmen Folgen wie Brechen oder Durchfall führen. Darum möglichst in offenen und luftigen Behältern transportieren – was ich dir übrigens für alle Pilze empfehle.

Rotfußröhrling Vielseitig und lecker ist auch der Rotfußröhrling, lass dich von seinem roten Stiel nicht abschrecken. Foto: Didgeman (pixabay)

Lust auf Pilze bekommen?

Damit du weißt, was du mit deinen Pilzen kochen kannst, haben wir dir eine Vielzahl an Rezepten zusammengestellt. Dabei kannst du die verschiedenen Pilzarten gerne austauschen und sie je nach deinem Geschmack neu kombinieren. Ich wünsche dir schon einmal einen guten Appetit mit unseren Pilz-Rezepten.

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Titelbild: we are away (pixabay)

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