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Ein frischer Basilikum von oben

So bleiben Küchenkräuter länger frisch

FloCooks vom SevenCooks Team
23.05.2018
Kaum will man beim Kochen richtig punkten und mit frischen Kräutern dem Gericht den letzten Schliff verleihen, lassen die Pflanzen die Blätter hängen. Damit dieses Szenario der Vergangenheit angehört, zeigen wir dir, wie deine Kräuter länger frisch bleiben.

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Egal ob Basilikum, Rosmarin oder Schnittlauch: Frische Kräuter geben Gerichten den letzten Kick. Wer zuhause keinen eigenen Kräutergarten hat, greift gerne zu den Töpfen aus dem Supermarkt.

Doch sehen Minze, Thymian und Co. an der Kasse noch frisch aus, lassen sie in der heimischen Küche schnell die Blätter hängen. Auf Plattformen im Internet wird gar gerätselt, ob die Kräuter mit Mikroben versetzt sind, um den Umsatz anzukurbeln. Das ist natürlich nur ein Mythos.

Doch wie halten Kräuter aus dem Supermarkt länger frisch? Wir haben dir 7 Tipps zusammengestellt, wie du mehr von Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Minze, Rosmarin, Salbei und Koriander hast.

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Augen auf im Supermarkt

Der erste Fehler kann schon bei der Auswahl der Pflanzen im Supermarkt passieren. Schau dir die Kräuter genau an: sind Blätter welk oder gelblich, dann lass die Finger davon. Das sind erste Anzeichen dafür, dass du mit deinen Kräutern nicht lange Spaß haben wirst.

Beim Kauf solltest du aber auch auf Bio-Qualität achten, denn so gehst du sicher, dass deine Kräuter nicht unbedingt mit Schädlingsbekämpfungsmittel belastet sind. Wobei der Unterschied zwischen Bio-Kräutern und konventionellen geringer ist, als du vielleicht denkst. Bei einer Studie des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) aus dem Jahr 2017 wurden bei 51,8 Prozent der getesteten Bio-Frischkräuter Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Im Vergleich dazu waren es bei konventionellen Kräutern mehr als 68 Prozent.

kuechenkräuter-2 Damit deinen Kräutern kein schnelles Ende droht, gibt es ein paar Regeln zu beachten. Foto: sevencooks

Topf die Küchenkräuter um

In der Regel sind die Kräuter in den Töpfen zu dicht nebeneinander gepflanzt. Dadurch nehmen sich die einzelnen Triebe die wenigen Nährstoffe in der Erde gegenseitig weg und sie gehen schnell ein.

Dem kannst du jedoch leicht entgegenwirken. Einfach die Triebe mitsamt den Wurzeln aus dem Topf lösen, drei- bis viermal teilen und in separate Töpfe pflanzen. Dabei solltest du darauf achten, Töpfe mit einem Loch samt Übertopf zu verwenden. Dadurch kann das überschüssige Wasser ablaufen. Was uns auch schon zum nächsten Tipp bringt.

Nicht zu viel gießen

Bei der Pflege deiner Küchenkräuter kannst du die meisten Fehler machen: Gießt du sie zu viel, dann „ertrinken“ sie und fangen an zu faulen. Bekommen sie dagegen zu wenig Wasser, trocknen sie aus und werden welk.

Als Faustregel gilt: täglich die Kräutertöpfe mit rund 10 Prozent des Topf-Volumens gießen. Bei handelsüblichen Kräutertöpfen sind das rund 100 Milliliter (etwa ein halbes Glas Wasser). Auch zu kaltes Wasser solltest du vermeiden. Ideal ist das Wasser bei Zimmertemperatur.

Sollten deine Pflanzen im Freien stehen, dann musst du zudem darauf achten, nicht in der prallen Mittagssonne zu gießen. Besser ist es morgens oder abends, wobei bei kalten Nächten darauf geachtet werden muss, dass die Blätter nicht nass werden – sonst kann die Pflanze krank werden.

agriculture-bunch-cooking-606540 Petersilie sollte auf dem Balkon einen halbschattigen Platz haben, denn bei zu viel Sonne bekommen auch Kräuter einen Sonnenbrand. Foto: Jessica Lewis

Der richtige Standort macht den Unterschied

Nicht nur wir Menschen können im Sommer einen Sonnenbrand bekommen, wenn wir zu lange in der Sonne sind: Auch Pflanzen und im Besonderen Kräuter sind empfindlich. Während unsere Haut rot wird, äußert sich ein Sonnenbrand bei Kräutern darin, dass sie sich gelblich verfärben und die Blätter vertrocknen.

Daher sollten die Kräuter nicht die ganze Zeit auf dem Balkon oder der Fensterbank stehen, wenn sie dort die ganze Zeit die Sonne abbekommen. Aber auch zu schattig sollte der Standort nicht sein. Von Schattenplätzen wird in der Botanik übrigens dann gesprochen, wenn pro Tag weniger als vier Stunden Sonne auf das Gewächs fällt, wie etwa hinter einer Mauer.

Für Koriander, Petersilie und Schnittlauch gilt es, am besten einen windgeschützten und halbschattigen Platz zu finden. Rosmarin und Basilikum vertragen dagegen mehr Sonne.

Kaffee und Tee nicht in den Müll werfen

Für ein gutes Wachstum benötigen Kräuter Nährstoffe. Dabei gibt es einen einfachen Trick, wie Langzeit- und Flüssigdünger auf günstige Weise ersetzt werden kann: etwa durch Kaffee.

Im Garten ist der Kaffeesatz ein wahrer Alleskönner. Der darin enthaltene Phosphor trägt beispielsweise wesentlich zur Samenbildung bei, indem er den Stoffwechsel der Pflanzen anregt. Das enthaltene Kalium fördert das Wachstum. Der Kaffeesatz eignet sich aber auch gut gegen Schädlinge, so hält er etwa Schnecken von den Pflanzen fern.

Auch wenn du kein Kaffeetrinker bist, musst du dennoch nicht auf einen biologischen und günstigen Dünger verzichten. Teesatz fördert ebenfalls das Wachstum der Pflanzen und hilft bei der Schädlingsbekämpfung. Wichtig ist, dass der Kaffee- und Teesatz gut getrocknet ist, ehe er als Dünger verwendet wird.

Erde ist nicht gleich Erde

Nicht nur Standort und Nährstoffe sind wichtig für ein optimales Wachstum der Kräuter, sondern auch in welcher Erde sich die Pflanzen befinden. So eignet sich etwa normale Blumenerde nicht unbedingt für die Kräutertöpfe, da sie oftmals torfhaltig ist. Was für Blühpflanzen wichtig ist, schadet mediterranen Kräutern wie Basilikum, Koriander, Rosmarin, Oregano, Salbei oder Thymian.

Sie brauchen eher durchlässige und sandige Erde, um optimal wachsen zu können. Besser geeignet sind daher spezielle Kräutererden, die es beim Gärtner oder im Gartencenter zu kaufen gibt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, solltest du die Erde noch mit Sand, Bims, Lavakies oder Zeolith vermischen, so werden die Kräuter noch mit wichtigen Nährstoffen wie Eisen und Magnesium versorgt.

basil-close-color-1087905 Auch beim Ernten deiner Kräuter kannst du Fehler machen. Foto: monicore

Wie ernte ich die Kräuter richtig?

Um möglichst lange etwas von den Kräutern zu haben, ist auch die richtige Methode beim Ernten wichtig. So solltest du beim Basilikum etwa nicht nur die Blätter abzupfen, sondern mit einem Messer die Blätter samt Triebspitzen, also den Zweig, abschneiden. So können neue Triebe entstehen und du hast mehr von deinem Basilikum.

Beim Schnittlauch, Thymian, krauser Petersilie und Rosmarin können immer gleich ganze Stiele abgeschnitten werden. Dagegen muss bei der glatten Petersilie darauf geachtet werden, nur die äußeren Blätter abzuschneiden. Schneidet ihr die Herzblätter im Inneren der Pflanze ab, kann sich die Pflanze nicht mehr weiterentwickeln.

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Titelbild: SevenCooks

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