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Selbst gemacht Sconess mit frischem Rhabarberkompott

Kochen mit Rhabarber: Noch mehr Freude am "falschen Obst"

09.05.2018
Mit dem Frühling erwacht der Rhabarber. Ob Crumble, Saft oder Kompott – aus dem Gemüse kannst du allerlei Leckereinen zaubern. Wir zeigen dir: Wo es herkommt, was drinsteckt und wie es uns am besten schmeckt.

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Endlich: Der Sommer kommt. Nach einem Winter voller Bananen und Äpfel können wir die vielen, bunten Früchte kaum erwarten. Und Rhabarber ist eine der ersten frischen Zutaten für Kuchen oder selbstgemachten Saft. Zugegeben: Offiziell zählt Rhabarber nicht zum Obst, sondern zum Gemüse, aber er ist trotzdem wie gemacht für süße Speisen. Du willst mehr über den süß-sauren Leckerbissen wissen? Los geht’s.

Direkt zum Rezept im Titelbild: Scones mit Rhabarberkompott

Gemüse, das wie Obst schmeckt

Botanisch ein Gemüse, geschmacklich ein Obst: Rhabarber ist ein ganz besonderes Gewächs. Er zählt offiziell zum Gemüse, weil wir nur die Stiele essen. Die grün-roten Stangen verarbeiten wir dann allerdings wie Obst: Der leicht säuerliche Rhabarber passt einfach perfekt zu Süßem und schmeckt als Kompott, Marmelade oder – der Klassiker – als Kuchen mit Baiser.

Vorsicht: Nur von rohem Rhabarber solltest du die Finger lassen, das gibt sonst Bauchschmerzen.

saison-lebensmittel-mai-25 Das warten hat ein Ende: Unser liebstes "falsches Obst" ist zurück! Foto: SevenCooks

Wie bereite ich ihn zu? Schnell, schneller, Rhabarber

Falls du noch nie Rhabarber selbst zubereitet hast, ist das kein Problem. Rhabarber ist nämlich ziemlich unkompliziert, du musst die Stangen nicht mal richtig schälen. Es genügt, die dicken Fasern an der Außenseite von den Stielen abzuziehen. Sie sind zäh und du müsstest sehr lange auf deinem Kompott herumkauen, wenn du sie nicht entfernst. Dazu setzt du mit einem kleinen Messer an der Schnittfläche an und ziehst die Fasern vom dicken zum dünnen Ende ab.

Danach schneidest du die Stangen in wenige Zentimeter große Stücke und kochst sie mit wenig Flüssigkeit und etwas Zucker. Das Ganze ist nicht nur einfach, sondern auch was für Schnellköche: Nach ein paar Minütchen sind die Stücke schon gar. Dann stehen dir alle Türen des Rhabarberuniversums offen: Selbstgemachte Limonade mit Rhabarberfruchtfleisch, klassischer Kuchen oder einfach Naturjoghurt mit Honig und Rhabarberkompott.

Was steckt in Rhabarber? Viele Mineralstoffe und wenig Kalorien

Rhabarber ist nicht nur lecker, sondern liefert dir auch viele gute Inhalte: In ihm stecken viele Mineralstoffe wie Calcium, Kalium, Eisen oder Magnesium und den Ballaststoff Pektin. Kalorien enthält er – wie die meisten Gemüse – mit 13 kcal pro 100g nur wenige. Das gilt natürlich nur für puren Rhabarber ohne Zucker, also leider nicht für Kuchen, Crumble und Co.

Rhabarber schmeckt sauer, weil er Oxalsäure enthält. Diese Säure wird häufig als giftig bezeichnet, weil sie dem Körper Calcium entzieht. Das ist in normalen Mengen für gesunde Menschen jedoch kein Problem.

Wer das dennoch vermeiden möchte, kann einen einfachen Trick anwenden: Rhabarber mit calciumhaltigen Lebensmitteln kombinieren, dann nimmst du neues Calcium einfach wieder auf. Außerdem schmeckt ein Kompott hervorragend zu Grießbrei, Joghurt oder Vanillepudding. Komplett auf Rhabarber verzichten sollten lediglich Personen, die an Nierenerkrankungen oder Gicht leiden.

Wann ist Rhabarber-Saison? Ab April geht’s los

Den ersten Rhabarber gibt es schon zum Jahresanfang. Er kommt aus Treibhäusern, im Frühjahr wächst er unter Folie. Ab April, mit ein bisschen Glück bereits im März, kannst du dann frischen Rhabarber aus dem Freiland kaufen. Die Saison geht bis Ende Juni, genug Zeit zum Rezepte Ausprobieren und Naschen.

Frisch schmeckt fast alles am besten, das gilt auch für Rhabarber. Auf dem Wochenmarkt oder beim Bauern bekommst du meist besonders frische Ware. Dass der Rhabarber vor kurzem noch auf dem Feld stand, erkennst du an prallen Stangen mit glänzenden Schnittflächen. Am besten verarbeitest du das Gemüse direkt. Wenn du Rhabarber aufbewahren willst, schlägst du ihn in ein feuchtes Tuch ein und legst ihn im Kühlschrank ins Gemüsefach. Dort bleibt er mehrere Tage lang frisch.

Welche Rhabarbersorten gibt es? Grün und sauer vs. rot und süß

Rhabarberstangen gibt’s in verschiedenen Farben: Grüne Stangen, rote und zweifarbige. Auch das Fruchtfleisch hat je nach Sorte eine andere Farbe. Insgesamt gilt: Je grüner, desto saurer. Grüne Stangen mit grünem Fleisch sind daher das Höchste der Säure-Gefühle, rotfleischiger Rhabarber ist milder und erinnert manch einen sogar an Himbeeren. Am besten suchst du die Sorte danach aus, was du am leckersten findest oder was zu deinem Rezept passt.

Die grünen Stangen sind meist etwas größer als die roten, sie werden bis zu 70 cm hoch und 5 cm breit. Außerdem ist grüner Rhabarber ertragsreicher und deswegen etwas günstiger. Entscheidend ist aber vielmehr, was dir am besten schmeckt.

Rhabarber ganz einfach selbst anbauen

Wenn du einen Garten hast, kannst du deinen Rhabarber auch selbst pflanzen und ernten. Einen grünen Daumen brauchst du dafür nicht unbedingt, Rhabarber anzubauen ist einfach und schon allein deswegen beliebt bei Hobbygärtnern. Viel Sonne fordert er nicht, die Pflanze gedeiht auch im Halbschatten, braucht allerdings viel Platz. Für den Balkon ist Rhabarber deshalb nicht so gut geeignet. Einmal gepflanzt kannst du von der Pflanze bis zu zehn Jahre lang ernten. Allerdings nur ein Drittel der Stangen, damit sich die Pflanze bis zur nächsten Saison gut erholt.

Ursprünglich kommt Rhabarber aus dem Himalaya, seit dem 16. Jahrhundert wächst er auch in unseren Breitengraden. Die Pflanze gehört zu den Knöterichgewächsen und ist eine Staude. Am Ende der Stangen wachsen riesige Blätter: Die sind schön zum Anschauen, aber nicht zum Essen.

Ab Ende Juni enthält Rhabarber so viel Oxalsäure, dass er nicht mehr bekömmlich ist und vor allem auch nicht mehr schmeckt. Deine Ernte solltest du dann einstellen und im Biomarkt oder auf dem Wochenmarkt wird er dann auch nicht mehr verkauft. Bis dahin bleibt allerdings noch reichlich Zeit zum Schlemmen. Auf geht’s!

Rezeptempfehlungen mit Rhabarber

rhabarber vanille dessert 150042977-1021123-700-990-0 Zum Verwöhnen zuhause oder als leckeres Gastgeschenk für Freunde: das Rhabarber-Vanille-Dessert. Foto: SevenCooks

035 1 rhabarberpapa jpg-1018590-700-990-0 Ein leckerer Zungenbrecher: Rhabarbapapa Foto: Jörn Rynio

Rhabarber-Kuchen2 Zwei unserer liebsten Früchtchen vereint im Erdbeer-Rhabarber-Kuchen Foto: SevenCooks

rhabarber-tiramisu-2 Ein süß-saurer Gaumenschmauß: Rhabarber-Tiramisu. Falls du denkst, das geht nicht - probier's aus und lass dich überzeugen! Foto: SevenCooks

rhabarbereismitstreuselnfoto-1010527-700-990-0 Mach dein Eis doch selbst! Hier kommt unser heißer Tipp: Rhabarbereis mit Streuseln Foto: Linda Lomelino

095 rhabarber chutney jpg-1018549-700-990-0 Rhabarber-Chutney - eine schmackhafte Mischung aus indischer Kochkunst und heimischem Gemüse. Foto: Melanie Zanin

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Titelbild: SevenCooks

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