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Dal ist ein traditionelles indisches Gericht. Dieses hier wird mit Spinat, Linsen und Kichererbsen zubereitet. Dazu gibt es Reis.

Indische Küche: Eine Reise in die einzelnen Regionen

FloCooks vom SevenCooks Team
02.09.2019
Die indische Küche ist eine der vielfältigsten Länderküchen auf der Welt. Wir haben uns auf eine kulinarische Reise begeben und für dich die unterschiedlichen Spezialitäten je nach Region aufgespürt.

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Inhaltsverzeichnis:

Denkt man an die indische Küche, dann kommen einem sofort Curry, Dal und Tandoori Chicken in den Sinn. Die indische Küche hat aber mehr zu bieten und ist eine der vielfältigsten der Welt, die sich durch ihre raffinierte Verwendung der vielen Gewürze, Gemüsesorten, Getreidearten und Früchte aus ganz Indien auszeichnet.

Daher ist es fast nicht möglich, die indische Küche über einen Kamm zu scheren. Denn Indien ist ein Land, das im Laufe seiner Geschichte viele Wandlungen durchleben musste. So prägten Eroberer, Handelspartner sowie die religiösen und kulturellen Praktiken seiner Bevölkerung die Küche Indiens – so ist es etwa im Jainismus verboten Wurzeln oder unterirdisches Gemüse zu essen.

Indische Küche: Der Norden

Spricht man in Europa über die indische Küche, dann ist meist die nordindische Küche gemeint. Sie zeichnet sich durch einen hohen Milchkonsum aus: Milch, Paneer (ein indischer milder Käse), Ghee (geklärte Butter) oder Joghurt werden regelmäßig in Gerichten aus dem Norden Indiens verwendet.

Typisch für die nordindische Küche sind Gerichte aus Tonöfen. Diese Öfen, Tandoors genannt, geben Gerichten wie dem Tandoori Chicken oder Naan Brot ihren unverwechselbaren Holzkohlegeschmack.

Aber nicht nur Naan Brot und Tandoori Hühnchen kommen als bekannte Gerichte aus Nordindien, sondern auch Paneer Makhani, Dal und Samosas.

Angeberwissen: Mehr als jeder dritte Inder (38 Prozent) ernährt sich vegetarisch. Erst mit großem Abstand folgen Israel (13) und Taiwan (12).

Indische Küche: Der Osten

Die ostindische Küche ist vor allem für ihre Desserts bekannt. Diese Desserts werden nicht nur von anderen Regionen Indiens bevorzugt, sondern haben den Weg auch bis zu uns geschafft. Ein beliebtes Gericht ist beispielsweise Rasgulla: Kugeln, die aus Grieß und Käsequark bestehen und in Zuckersirup gekocht werden. Hauptzutaten dieser Küche sind vor allem Reis, Fisch und Gemüse, die häufig im klassischen Gemüsecurry „Suktos“ verwendet werden. Diese Currys werden mit Senfsamen, Mohn und Senföl gewürzt, was den Gerichten eine leichte Schärfe verleiht.

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Indische Küche: Der Süden

Die südindische Küche zeichnet sich vor allem durch die Verwendung von Reis aus. Dabei wird Reis nicht nur zu Currys und Dals gegessen, sondern mit Reismilch auch frittierte Speisen zubereitet. Ein Beispiel dafür ist Dosa: Ein Reismilch-Pfannkuchen, der normalerweise mit Gemüse, Chutneys oder Masala-Currys gefüllt ist.

Die Küche Südindiens unterscheidet sich stark von der restlichen indischen Küche und ist daher auch eher unbekannt. Während Currys üblicherweise eine wässrige bis cremige Konsistenz haben, gleichen sie in Südindien einer Paste.

Kichererbsencurry Currys gibt es in vielen verschiedenen Interpretationen, eines ist ihnen jedoch allen gleich: die Gewürzmischung Curry. Dieses hier besticht mit viel frischem Gemüse, Kokosmilch und Kichererbsen. Foto: SevenCooks

Die traditionelle Küche in der Region unterteilt Lebensmittel in sechs Geschmacksrichtungen, die in jeder Hauptmahlzeit verwendet werden sollen, um eine vollständige Ernährung zu gewährleisten, das Verlangen zu minimieren und den Appetit und die Verdauung anzuregen.

Die Geschmacksrichtungen:

  • Süß: Milch, Butter, Süßrahm, Weizen, Ghee, Reis, Honig
  • Sauer: Zitrusfrüchte, Joghurt, Mango, Tamarinde
  • Salzig: Salz
  • Bitter: Gemüse, Kurkuma, Bockshornklee
  • Scharf: Chilipaprika, Ingwer, schwarzer Pfeffer, Nelke, Senf
  • Adstringierend (Eiweiß): Bohnen, Linsen, Kurkuma, Gemüse wie Blumenkohl und Kohl, Koriander

Indische Küche: Der Westen

Geprägt durch die Größe des Gebiets, lässt sich die westindische Küche in drei Hauptregionen aufteilen: Maharashtra, Gujarat und Goa.

Fisch und Kokosnussmilch dominieren die Küche Maharashtras. Die Küche Gujaratis ist meist vegetarisch und aufgrund des chinesischen Einflusses süßer als im restlichen Indien. Zudem ist die Region bekannt für ihre Chutneys.

Goa fungierte einst als wichtiger Handelshafen und war eine portugiesische Kolonie, was zu einer unverwechselbaren und einzigartigen Mischung aus indischen und portugiesischen Elementen führte. Essig ist auch eine charakteristische Zutat der goanischen Küche, ein weiteres Ergebnis des portugiesischen Einflusses.

Die beliebtesten indischen Gerichte

Thali

Ein Thali ist nicht direkt ein einzelnes Gericht, sondern vielmehr die Kombination aus verschiedenen kleinen Gerichten und im Groben mit den spanischen Tapas zu vergleichen. Ein Thali wird in der Regel auf einem runden Tablett oder Bananenblatt serviert, auf dem eine Auswahl verschiedener Gerichte in kleinen Schalen gereicht wird. Je nach Region können die Gerichte variieren.

Dal

Dal gilt in Indien als inoffizielles Nationalgericht, wird es doch so gut wie jeden Tag in einer beliebigen Form gegessen. Ein Dal ist ein dünnes Linsencurry und dient als Proteinquelle und Arme-Leute-Essen. Typischerweise werden zum Dal Reis und Gemüse serviert, was jedoch von Region zu Region stark variiert. Üblicherweise ist ein Dal auch Bestandteil eines Thali.

Spinat Dal mit Kichererbsen Unser Spinat Dal ist ein einfaches und schnell zubereitetes Gericht, das Hülsenfrüchte und Spinat vereint. Foto: SevenCooks

Curry

Je nachdem, wo du ein Curry bestellst, wirst du immer ein anderes Gericht bekommen, das wahrscheinlich in ganz Indien nicht noch einmal so schmecken wird. Denn, anders als viele glauben, ist Curry kein Gericht, sondern nur eine Gewürzmischung, mit der ein Gericht abgeschmeckt wird. Auch die Bezeichnung Curry findest du in Indien selten. Dort werden üblicherweise die Hauptbestandteile des Gerichts genannt. Die Basis einer Currypaste besteht unter anderem aus: Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer und frische oder getrocknete Chili.

Indisches Gemüsecurry Chili, Ingwer und Knoblauch sorgen in diesem Gemüsecurry für eine ordentliche Schärfe. Foto: SevenCooks

Naan Brot

Das Naan Brot ist eines der Grundnahrungsmittel der indischen Küche und bedeutet „gesäuertes Brot“. Traditionell besteht ein Naan aus Hefe, Mehl, Zucker und Wasser sowie Joghurt und Ghee und wird in einem Tandoori zubereitet, was ihm auch den typischen Räuchergeschmack verleiht.

Naan-Brot In Indien ist das Naan Brot meist die Sättigungsbeilage und wird zu verschiedenen Gerichten serviert. Foto: Wolfgang Schardt

Samosa

Ein Samosa ist ein traditionell gebratener Snack aus Teig, der mit einer herzhaften Füllung frittiert wird. Die übliche Füllung besteht aus Kartoffeln, Linsen, Erbsen oder Hackfleisch und Zwiebeln. Samosas werden in der Regel mit Minze und Tamarinden-Chutneys begleitet.

Blumenkohlreis Samosas Unsere Samosas sind mit Blumenkohlreis gefüllt und verbreiten orientalische Aromen. Foto: SevenCooks

Die beliebtesten indischen Zutaten

Rote Linsen

Linsen sind eines der Grundnahrungsmittel in Indien – und dort im Besonderen die roten Linsen. Sie sind die Basis für verschiedene Currys und die Hauptzutat für das inoffizielle Nationalgericht Dal. Aber nicht nur die roten Linsen stehen hoch im Kurs: Mehr als 50 verschiedene Sorten werden in Indien angebaut – mit einem jährlichen Ertrag von mehr als 1,2 Millionen Tonnen.

Rote Linsen Eine der Hauptzutaten für Curry: Rote Linsen. Foto: ulleo (pixabay)

Kartoffeln

Lange Zeit gab es in Indien keine Kartoffeln. Erst im 16. Jahrhundert brachten die Portugiesen während der Kolonialherrschaft die Knollen mit, um die westlichen Eroberer zu ernähren. Schnell breitete sich die Kartoffel über den gesamten Subkontinent aus und gehört heute zu den beliebtesten Zutaten.

Kartoffeln Die perfekte Zutat für viel Sättigung: Kartoffeln. Foto: SevenCooks

Kichererbsen

In keinem anderen Land der Welt leben so viele Vegetarier wie in Indien. Mehr als jeder dritte Inder gibt an, dass er sich nicht von Fleisch und Fisch ernährt. Um die tägliche Dosis an Eiweiß zu sich zu nehmen, werden in der indischen Küche viele Hülsenfrüchte verarbeitet – wie die Kichererbse. So ist Indien auch das Land, das den größten Pro-Kopf-Verbrauch von Kichererbsen hat und zudem auch mit Abstand der größte Kichererbsenproduzent ist. Im Jahr 2017 produzierte Indien 61,4 Prozent der Welternte.

Kichererbsen Eine super Proteinquelle: Kichererbsen. Foto: SevenCooks

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Titelbild: SevenCooks

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