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Was steckt in den winzigen Röschen und wie schmecken sie am besten? In diesem Artikel erfährst du mehr.

Rosenkohl richtig kochen: Tipps für Zubereitung und Einkauf

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06.01.2020
Er wirkt zart und zierlich, doch sein Aroma hat es mächtig in sich: Rosenkohl ist ein intensiver Genuss. Was steckt in den winzigen Röschen und wie schmecken sie am besten? Hier erfährst du mehr.

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Klein aber fein – das trifft auf den Winzling unter den Kohlsorten bestens zu: Rosenkohl hat einen ganz eigenen, feinen und dennoch sehr intensiven Kohlgeschmack. Bei dieser Aromabombe gibt es nur zwei Optionen: Die einen hassen ihn, die anderen lieben ihn. Falls du zu Letzteren zählst, bist du hier genau richtig, wir erzählen dir alles über deinen Kohl-Liebling.

Falls dich der kleine Kohl noch nicht überzeugt hat, fehlt dir vielleicht bloß das richtige Rezept: Cremig und buttrig oder doch lieber knackig und kross? Rosenkohl kann viel mehr sein, als bloß eine Beilage.

Was ist Rosenkohl und woher kommt er?

Rosenkohl ist wie Weißkohl oder Brokkoli eine Kulturform des Gemüsekohls und zählt zu den Kreuzblütlern. Er wird auch „Brüsseler Kohl“ genannt – und das aus gutem Grund: Das Gemüse wurde ursprünglich vor allem rund um Brüssel angebaut. Heute gehört Belgien noch immer zu den tatkräftigsten Erzeugerländern, zusammen mit Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden. Der Kohl ist vergleichsweise neu auf dem Speiseplan: Er wird „erst“ seit 200 Jahren kultiviert.

Rosenkohlquiche Eine kräftige Quiche schmeckt mit Rosenkohl besonders intensiv und im Auflauf machen sich die kleinen Röschen mindestens genauso gut. Foto: SevenCooks

Wozu passt Rosenkohl?

Nicht nur aus dem Ofen, sondern auch gekocht verfeinert Rosenkohl allerlei Gerichte. Am besten passt er zu Deftigem, zum Beispiel zu würzigem Eintopf oder einer kräftigen Suppe. Genauso gut ergänzt er Pasta oder Risotto und eignet sich sogar als Salat.

Rosenkohlrisotto Hast du schon einmal ein Rosenkohl-Risotto probiert? Vollkornreis und die kleinen runden Röschen verleihen diesem Gericht eine herrlich nussige Note. Foto: Monika Schürle und Maria Grossmann

Nährstoffe: Was steckt in Rosenkohl?

Wenig Fett, ein bisschen Eiweiß, ein paar wenige Kalorien und viele, viele Mineralstoffe und Vitamine. Das macht Rosenkohl zu einer perfekten Zutat für eine ausgewogene Ernährung.

Vor allem was Vitamin C angeht, ist Rosenkohl der Star unter den Kohlsorten: Mit 112 mg pro 100 g ist der Tagesbedarf im Handumdrehen gedeckt, kein Kohl enthält mehr Vitamin C. Die Portion mit 100 g deckt außerdem etwa ein Zehntel des Tagesbedarfs an Kalium, Magnesium und Eisen sowie ein Drittel des wichtigen Vitamins Folat. Vor allem Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Folat, da es bei der Zellteilung benötigt wird.

Wie bereite ich Rosenkohl zu?

Die Vorbereitung oder "Warum schneidet man Rosenkohl ein?"

Zuerst entfernst du alle äußeren Blätter, die in irgendeiner Weise welk, matschig oder beschädigt aussehen. Anschließend schneidest du den Strunk mit einem kleinen Messer kreuzweise ein. Damit sorgst du dafür, dass der dicke Strunk und die dünnen Blätter gleichzeitig gar sind. Jetzt noch kurz alles waschen und dann kann es losgehen.

Die Zubereitung: dünsten, dämpfen oder braten?

Wie du deinen Rosenkohl zubereitest, hängt von deinem Geschmack ab. Er ist flexibel. Am schonendsten für die Inhaltsstoffe ist das Dünsten, aber er lässt sich genauso kochen, braten und sogar im Ofen backen.

  • Rosenkohl kochen: Wasser zum Kochen bringen, etwas Salz hinzu. Kohl rein. Das Wasser sollte ihn bedecken. Dauert ca. 10 bis 15 Minuten. Nicht zu lange kochen, sonst wird er matschig.
  • Rosenkohl dünsten: Rosenkohl in einen Topf geben und nur so viel Wasser hinzu, dass der Boden bedeckt ist. Deckel drauf und Wasser zum Köcheln bringen, dann Temperatur drosseln. Hier wird der Kohl vom Wasserdampf gegart. Das dauert etwa 15 Minuten.
  • Rosenkohl dämpfen: Noch etwas Schonender als dünsten, weil hierbei kein Wasser mit dem Kohl in Berührung kommt und so keine Nährstoffe ausgeschwemmt werden. Du hängst den Kohl in einem Sieb oder einem speziellen Topfeinsatz über kochendes Wasser, schließt den Decke und lässt ihn vom Wasserdampf garen. Dauert etwa 10 Minuten.
  • Rosenkohl in der Pfanne braten: Kohl halbieren, Öl in der Pfanne erhitzen, Kohl ca. 10 Minuten von allen Seiten anbraten, danach mit Brühe ablöschen und ein paar Minuten köcheln.
  • Rosenkohl im Ofen backen: Kohl halbieren, mit Öl und Gewürzen nach Wunsch marinieren, auf einem Backblech in den vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 25 bis 30 Minuten backen.

Wie kann ich den Geschmack von Rosenkohl abmildern?

Kinder und Rosenkohl – das geht oft nicht zusammen. Der etwas bittere Geschmack und das intensive Aroma sind für die Kleinen zu viel des Guten; das findet auch manch ein Erwachsener. Im Ofen lässt sich der intensive Geschmack mit ein paar Tricks abmildern: Einfach mit ein wenig Honig oder Parmesan überdecken – dazu kann niemand Nein sagen. Ein besonders leckeres Erlebnis ist außerdem karamellisierter Rosenkohl aus der Pfanne.

Beim Kochen hilft ein wenig Zucker im Wasser.

Rosenkohl regional einkaufen: Wann hat er Saison?

Rosenkohl kannst du regional einkaufen, ein Erntehoch gibt es im November und Dezember, dann ist der Kohl besonders günstig. Sparfüchse kaufen auf Vorrat und frieren ihn ein. Als Tiefkühlware findest du ihn allerdings auch im Supermarkt das ganze Jahr über. Inzwischen gibt es vereinzelt auch violetten Rosenkohl im Angebot. Er bringt Farbe auf den Teller, geschmacklich unterscheidet er sich allerdings kaum von seinem grünen Verwandten.

Einkaufstipp: Woran du guten Rosenkohl erkennst

Beim Kauf von Rosenkohl gilt: je frischer desto besser. Eine satte, hellgrüne Farbe und feste Köpfe mit dicht anliegenden Blättern versprechen Gutes. Wenn die Schnittfläche am Strunk glatt und fest ist und die Röschen dazu leichtem Druck standhalten, dann sind sie frisch. Alles was schrumpelig, welk, locker oder gar matschig aussieht, lässt du besser liegen.

Lagerung: Wie lange hält Rosenkohl?

Im Kühlschrank kannst du die Röschen dann maximal eine Woche aufbewahren. Wie bei fast allem Gemüse gilt: Am besten schnell essen, dann ist der Kohl noch besonders lecker und dazu nährstoffreicher.

Wie pflanze ich Rosenkohl?

Rosenkohl wächst auch in Deutschland und ist damit interessant für Hobbygärtner. Ab Ende April können die Jungpflanzen ins nährstoffreiche Beet, dort brauchen sie recht wenig Aufmerksamkeit, nur regelmäßig Wasser.

Wusstest du schon, wie Rosenkohl wächst? Die Pflanze sieht ganz anders aus, als Rotkohl oder Blumenkohl. Sie wächst nicht als einzelner Kopf, sondern entwickelt einen etwa einen Meter hohen Stab, um den sich ringsherum viele kleine, hellgrüne Knospen bilden, die sogenannten Röschen. Sie sehen aus wie Mini-Kohlköpfe: Viele, dicht übereinander geschichtete Blätter sitzen an einem fleischigen Strunk.

Die Röschen können ab September geerntet werden. Wer es schafft, seinen Appetit zu zügeln, der kann die Ernte bis in den Frühling ausdehnen und ganz nach Bedarf zugreifen. Als klassisches Wintergemüse verträgt der Rosenkohl Minusgrade problemlos. Niedrige Temperaturen sorgen sogar für einen besonders süßen Geschmack, weil sich die Stärke dann in Zucker umwandelt.

Rosenkohl Pflanze Du kannst Rosenkohl auch ganz einfach selbst anpflanzen, solange du ihn nur genug gießt. Foto: anetteJO (pixabay)

Noch mehr Rosenkohl-Rezepte

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, etwa auf einen Rosenkohl-Maronen-Salat, ein Curry mit Süßkartoffel & Rosenkohl oder eine leckere Ingwer-Rosenkohlsuppe, dann speichere dir unsere Rosenkohl-Rezepte auf einen Klick in der Rezeptsammlung: Rosenkohl – gesund und rund

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Titelbild: Keenan Loo (Unsplash)

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