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Kuh schaut in die Kamera und streckt die Zunge raus

Dieses neue Lebensmittelsiegel soll die Tierhaltung verbessern

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07.02.2017
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat ein staatliches Tierwohllabel angekündigt. Was sich hinter diesem wohlklingenden Begriff verbirgt, erfahrt ihr hier.

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Es ist nicht immer einfach, in dieser komplexen Welt durchzublicken. Wer sich zum Beispiel informieren möchte, wie seine Lieblingslebensmittel hergestellt werden, muss sich auf eine lange Recherchereise durchs Internet begeben. Oder er vertraut auf eines der vielen Siegel (Öko, Bio, etc.).

Besonders interessant ist die Herkunft von Lebensmitteln, wenn sie direkt von Lebewesen stammen. Wie zum Beispiel Quark, Käse, Honig – oder natürlich Fleisch. 80 Prozent der Menschen in Deutschland wünschen sich deshalb eine Kennzeichnung von Tierprodukten, die zeigt, wie die Tiere gehalten werden. Fast 90 Prozent würden für Produkte sogar mehr Geld ausgeben, wenn sie die Tierhaltung dadurch verbessern.

Diese Umfragewerte stammen aus dem Ernährungsreport 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Der Chef des BMEL, Christian Schmidt, nahm die Zahlen zum Anlass, ein staatliches Tierwohllabel ins Leben zu rufen. Und so soll es aussehen:

Tierwohllabel

Bis jetzt ist „Tierwohllabel“ nur ein wohlklingendes Wort. Doch was steckt dahinter? Wir haben für euch zusammengefasst, was bisher bekannt ist.

Was ist das Ziel des Tierwohllabels?

Das neue Tierwohllabel soll Anreize für höhere Standards in der Tierhaltung schaffen. Die Mindeststandards sind bereits gesetzlich festgeschrieben. Zum Beispiel wie viel Stallfläche ein Tier benötigt. Erzeuger, die ihre Tiere freiwillig besser behandeln, als es das Gesetzt festschreibt, sollen künftig ihre Produkte mit dem Tierwohllabel versehen dürfen.

Die Idee dahinter: Wenn der Verbraucher tatsächlich Produkte mit Tierwohllabel bevorzugt, haben die Erzeuger eine finanzielle Motivation, ihre Tiere besser zu behandeln.

Wer erhält das Tierwohllabel?

Laut BMEL liegt dem Label „ein umfangreicher Kriterienkatalog zu Grunde, der unter anderem die Größe der Ställe, Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere, Aufzuchtfragen und die Dauer von Tiertransporten umfasst.“ Die genauen Kriterien werden derzeit erarbeitet. Es soll mindestens zwei Stufen des Labels geben.

Diese Kriterien (und vor allem die Transparenz ihrer Einhaltung) werden darüber entscheiden, ob ein solches Siegel Erfolg hat. Denn wenn Verbraucher dem Label misstrauen, wird es sie bei ihrer Kaufentscheidung wohl kaum beeinflussen und somit seinen Zweck nicht erfüllen.

Ab wann erscheint das Tierwohllabel auf Produkten?

Bundesminister Schmidt will bis Ostern (16. April 2017) die Grundstrukturen für das Label schaffen. Ab 2018 soll es im Markt eingeführt werden. Zunächst für Schweinefleisch- und Mastgeflügelprodukte. „Weitere Nutztierarten können folgen“, stellt das Ministerium in Aussicht. Das wird wohl davon abhängen, wie das Label von den Verbrauchern angenommen wird.

Was kostet das Tierwohllabel?

70 Millionen Euro hat der Bundeslandwirtschaftsminister eingeplant, um das Label bei den Verbrauchern bekannt zu machen. Er stellt außerdem staatliche Unterstützung für Landwirte in Aussicht, die Haltungsbedingungen verbessern möchten, um das Siegel zu erreichen.

Wir beobachten die Entwicklung gespannt und halten euch auf dem Laufenden, sobald sich etwas Neues ergibt. Und wer zumindest ab und an auf Tierprodukte verzichten will, für den haben wir eine ganze Reihe leckerer veganer Rezepte.

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