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Eingelegtes Gemüse wird mit heißem Essig übergossen

5 einfache Methoden, Lebensmittel haltbar (und lecker) zu machen

10.10.2017
Heute regional einkaufen oder im eigenen Garten ernten - und irgendwann in der Zukunft essen: Lebensmittel zu konservieren ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern führt auch zu leckeren Ergebnissen. Und macht jede Menge Spaß. Wir stellen dir 5 Methoden vor, die du kennen solltest.

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Du würdest gern Lebensmittel haltbar machen, weißt aber nicht wie?

Dann such dir eine unserer 5 Lieblingsmethoden aus: einfrieren, trocknen (dörren), einkochen (einwecken), einlegen in Öl und Essig oder fermentieren (milchsauer einlegen).

Wir nennen ihre Vor- und Nachteile, zeigen, welches Equipment du benötigst und liefern einen Link zur ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Ausprobieren.

Einfrieren: Gläser in Gefriertruhe

Einfrieren

Wie funktioniert‘s?

Das Lebensmittel wird in einem luftdichten Gefäß möglichst schnell gekühlt und anschließend bei etwa -18 Grad konstant kühl gehalten. Dabei gefriert die Flüssigkeit im Lebensmittel und verderbniserregende Mikroorganismen können sich nicht mehr vermehren.

Vorteile:

  • Funktioniert sowohl mit einzelnen Lebensmitteln als auch kompletten Gerichten.
  • Nährstoffe, Aroma und Aussehen bleiben weitestgehend erhalten.

Nachteile:

  • Energiekosten durch permanente Kühlung

Welche Lebensmittel eignen sich zum Einfrieren?

Fast jedes Obst und Gemüse, auch komplette Gerichte.

Nicht geeignet sind Eier, Blattsalate, Radieschen, Rettich, rohe Kartoffeln und Zwiebeln, Gurken, Tomaten, Wassermelonen, Weintrauben, ganze Äpfel und Birnen sowie Milchprodukte.

Wie lange sind eingefrorene Lebensmittel haltbar?

Die meisten mindestens 3 Monate, manche bis zu 18 Monaten.

Welche Geräte brauche ich zum Einfrieren?

Ein Gefrierfach oder gleich eine ganze Gefriertruhe.

Zur Anleitung:

Alles, was du übers Einfrieren wissen musst

Passende Rezepte:

Mais-Zucchini-Suppe, Lupinen-Lasagne

Anleitung Trocknen: Wirsingchips auf Backblech

Trocknen (Dörren)

Wie funktioniert’s?

Dem Lebensmittel wird durch Trocknen an der Luft oder im Ofen bzw. Dörrautomat möglichst viel Flüssigkeit entzogen. So können sich schädliche Mikroorganismen kaum noch entwickeln, weil ihnen der Nährboden fehlt.

Vorteile:

  • Die Inhaltstoffe bleiben beim schonenden Trocknen (bis 40 Grad) komplett erhalten.
  • Lebensmittel werden kleiner und leichter und brauchen so weniger Platz.

Nachteile:

  • Nur unter Umständen ein Nachteil: Die Energiedichte ist höher. Aufgrund des geringen Wasseranteils enthält ein getrocknetes Lebensmittel mehr Kalorien pro Gramm Gewicht als ein frisches Lebensmittel.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Trocken?

Fast jedes Obst und Gemüse, auch Nüsse, Körner und Kräuter.

Manche Pflanzen wie Schnittlauch oder Sauerampfer verlieren beim Trocknen hingegen ihr Aroma.

Wie lange sind getrocknete Lebensmittel haltbar?

Mindestens ein halbes Jahr.

Welche Geräte brauche ich zum Trocknen?

Einen Backofen oder Dörrautomat.

Zur Anleitung:

Dörren für Einsteiger - Wie du Lebensmittel schonend haltbar machst

Passende Rezepte:

Knusprige Wirsingchips, fruchtige Apfelringe.

Anleitung einkochen: Header

Einkochen (Einwecken, Einmachen)

Wie funktioniert’s?

Das Lebensmittel wird in einem verschlossenen Glas im Wasserbad erhitzt, wodurch Keime getötet werden. Während das Glas anschließend abkühlt, entsteht ein Vakuum, welches das Glas luftdicht verschließt.

Vorteile:

  • Sehr lange Haltbarkeit: Eingekochte Lebensmittel können bei korrekter Lagerung zum Teil noch Jahre später gegessen werden.

Nachteile:

  • Im Vergleich zum Einfrieren und Rohkost-Dörren gehen durch das Erhitzen Inhaltsstoffe, z. B. ein Teil der Vitamine, verloren.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Einkochen?

So gut wie jedes Obst und Gemüse, auch Soßen, Chutneys und Marmelade.

Allerdings kein stark eiweißhaltiges Gemüse wie Bohnen und Erbsen.

Wie lange sind eingekochte Lebensmittel haltbar?

In der Regel etwa ein Jahr, bei entsprechender Lagerung auch viel länger.

Welche Geräte brauche ich zum Einkochen?

Einen Herd oder Einkochautomaten.

Zur Anleitung:

Haltbar machen wie Oma: Alles übers Einkochen

Passende Rezepte:

Chutneys, Marmelade, eingekochte Tomatensoße.

Anleitung Einlegen: Mit Essig übergießen

Einlegen in Essig oder Öl

Wie funktioniert’s?

Das Lebensmittel wird zunächst gegart bzw. in Essig oder Salz mariniert, anschließend in ein Gefäß geschichtet und komplett mit Öl bzw. Essig bedeckt. Der Luftabschluss und die Essigsäure verhindern, dass sich schädliche Mikroorganismen entwickeln.

Vorteile:

  • Geht sehr schnell und funktioniert auch mit Resten.

Nachteile:

  • Die meisten Lebensmittel müssen vorher gegart und gebraten werden, wobei ein Teil der Inhaltstoffe verlorengeht.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Einlegen in Essig oder Öl?

Zum Einlegen in Essig eignet sich festes Gemüse wie Paprika, Karotte, Gurke, Blumenkohl, rote Bete oder Kürbis.

In Öl wird klassischerweise Antipastigemüse wie Tomaten, Zucchini, Pilze oder Zwiebeln eingelegt.

Wie lange sind eingelegte Lebensmittel haltbar?

In Essig bis zu einem Jahr.

In Öl einige Wochen – bis zu einem Jahr, wenn sie vorher in Essig mariniert oder gesalzen wurden. Rapsöl hält die Lebensmittel länger frisch als Olivenöl.

Welche Geräte brauche ich zum Einlegen?

Einen Herd, um die Lebensmittel vorher zu garen.

Anleitung:

Von Antipasti bis saure Gurken: Gemüse einlegen für Anfänger

Passende Rezepte:

Antipasti, buntes eigelegtes Gemüse.

Anleitung Fermentieren: Header 3

Fermentieren (milchsauer Einlegen)

Wie funktioniert’s?

Das Lebensmittel wird luftdicht im eigenen Saft oder einer Salzlake eingelegt. Bei Zimmertemperatur beginnen die Milchsäurebakterien auf seiner Oberfläche Zucker in Milchsäure umzuwandeln. In diesem sauren Milieu können sich Mikroorganismen nicht vermehren. Das Lebensmittel erhält dadurch außerdem ein spezielles säuerliches Aroma.

Vorteile:

  • Vitamine bleiben erhalten, werden teilweise sogar neu gebildet (Vitamin C).

  • Milchsauer eingelegtes Gemüse fördert eine gesunde Darmflora.

Nachteile:

  • Leichte Geruchsentwicklung in den ersten Tagen der Fermentation.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Fermentieren?

Vor allem feste Gemüsesorten, kreative Köche experimentieren aber mit allem Möglichen bis hin zu Kaffee.

Bio-Lebensmittel funktionieren besser, weil auf ihrer Oberfläche mehr Milchsäurebakterien leben.

Wie lange sind fermentierte Lebensmittel haltbar?

Etwa ein Jahr, teilweise auch länger.

Welche Geräte brauche ich dafür

Zum Fermentieren brauchst du keinerlei elektrische Geräte.

Zur Anleitung:

Kimchi & Sauerkraut selber machen: Fermentieren für Anfänger

Passende Rezepte:

Sauerkraut, Kimchi, Ingwer-Karotten

Auf der Suche nach weiteren Rezepten?

Du willst auch andere Lebensmittel haltbar machen? Hier geht es zu unserer Rezeptsammlung: Haltbar machen

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